800 WooCommerce-Produkttexte an einem Nachmittag mit Claude

Öffne fast jeden WooCommerce-Shop mit mehr als ein paar Dutzend Produkten und du findest dasselbe: die Hälfte der Beschreibungen ist leer, die andere Hälfte ist der reinkopierte Herstellertext — exakt derselbe wie auf hundert anderen Shops. Beides kostet dich still. Leere Texte konvertieren nicht und ranken nicht. Duplizierte werden von Google als nicht-original markiert. Und keiner fixt es, weil einen einzigartigen, on-brand, SEO-strukturierten Text für 800 Produkte von Hand zu schreiben ein Monat Arbeit ist, den niemand hat.
Claude macht den ganzen Katalog an einem Nachmittag — und nicht als generischen „AI-Müll", weil du ihn auf deine echten Produktdaten und deine eigene Stimme groundest. Hier mein Setup.
Warum es die hebelstärkste AI-Aufgabe im Shop ist
Produkttexte sind der eine Ort, an dem SEO und Conversion zusammenkommen. Derselbe Absatz muss die Keywords enthalten, nach denen ein Käufer sucht, UND den Satz, der ihn in den Warenkorb klicken lässt. Mach das über den ganzen Katalog richtig, und du hebst organischen Traffic und Conversion gleichzeitig — auf Bestand, den du schon hast. Deshalb automatisiere ich das in jedem Shop zuerst.
Der Trick: grounden, nicht frei erfinden
Generische AI-Texte lesen sich wie AI, weil das Modell nichts in die Hand bekam. Die Lösung: füttere Claude die strukturierten Fakten, die es nie erfinden soll — Titel, Attribute, Kategorie, Material, Maße — plus ein striktes Template und deine Brand-Voice. Jetzt erfindet es nichts; es macht aus deinen Daten Text, der nach dir klingt.
So richtest du es ein
Der pragmatische Weg ist Export → generieren → Re-Import. Kein Plugin-Lock-in, volle Kontrolle.
- Exportiere deine Produkte als CSV: WooCommerce → Produkte → Exportieren (oder WP Sheet Editor / WP All Export für mehr Felder). Du willst mindestens
SKU,Name,Kategorienund deine Attribute. - Schreib einen System-Prompt, der Stimme und Struktur festnagelt — daher kommt die Qualität:
import csv, anthropic
client = anthropic.Anthropic()
SYSTEM = """Du schreibst WooCommerce-Produkttexte für <Marke>.
Stimme: selbstbewusst, konkret, kein Füllwerk, kein "in der heutigen Welt".
Struktur jeder Beschreibung: ein Hook-Satz, 3 Benefit-Bullets,
eine kurze Specs-Zeile, ein Schluss-Satz. 80–120 Wörter. Bau das
Haupt-Keyword natürlich ein. Nutze NUR die gegebenen Fakten — erfinde keine Specs."""
rows = list(csv.DictReader(open("products.csv")))
for r in rows:
msg = client.messages.create(
model="claude-opus-4-8",
max_tokens=400,
system=SYSTEM,
messages=[{"role": "user", "content":
f"Name: {r['Name']}\nKategorie: {r['Categories']}\nAttribute: {r.get('Attributes','')}"}],
)
r["Description"] = msg.content[0].text
csv.DictWriter(open("out.csv","w"), fieldnames=rows[0].keys()).writerows(rows)
- Re-importiere
out.csv(Produkte → Import,Descriptionmappen). Lauf zuerst über 10 Produkte, schau drüber, dann der ganze Katalog. - Noch sauberer — ohne CSV: verbinde deinen Shop per MCP mit Claude und lass es Produkte direkt lesen und aktualisieren. Das ist ein eigenes kurzes Tutorial: der WooCommerce-MCP-Connector.
Mit Prompt-Caching auf dem System-Prompt kostet der ganze Lauf ein paar Euro für hunderte Produkte.
Warum das zählt
Die Arbeit war nie schwer — sie war nur zu groß, um je anzufangen, also wurde sie nie gemacht. Das ist das Muster bei den meisten Shop-Wartungen: nicht schwierig, nur endlos. Gib den endlosen Teil an Claude, und du bekommst einen Katalog, der voll geschrieben, konsistent in der Stimme und für Suche strukturiert ist — in der Zeit für einen Kaffee. Deine Konkurrenz hat noch leere Beschreibungsfelder. Das ist der Vorsprung.
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